In seinem Porträt in der NZZ stellt sich der SVP-Kandidat für den Stadtrat mehr oder weniger dirket in eine Reihe mit Jesus und Mohammed, was selbst die NZZ im sonst netten Porträt zu einer spitzen Bemerkung verführt. Die NZZ ist ja bekanntlich eine grosse Advokatin eines bürgerlichen Schulterschlusses. Ob die alte Tante aber tatsächlich ernsthaft findet, der “Knochenschlosser” würde sich gut im Stadtrat machen, bleibt noch offen. Der Stadtzürcher Freisinn macht sich zusammen mit den Jungfreisinnigen durchaus auf, mit der SVP gleichzuziehen. So lehnten sie gestern abend im Gemeinderat zusammen mit SVP, Schweizer Demokraten und PFZ den Integrationsbericht des Stadtrates ab und haben sich die Parkplatzfrage als wichtigstes Thema auf die Fahnen geschrieben. Das einzige was sie noch von der SVP unterscheidet, ist, dass sie niemanden vierteilen möchten. Aber vielleicht bleibt auch das nur eine Frage der Zeit. Die FDP scheint wild entschlossen ihre einstige Stärke durch eine Fusion mit der SVP wieder zu erreichen.

So oder so. Den Frauen wird oft geraten bzw. vorgeworfen (denn Weiblichkeit ist immer noch grundsätzlich defizitär) sie bräuchten mehr Selbstbewusstsein. Denn daran soll es liegen, dass wir weniger verdienen, in den Teppichetagen nur Kaffee servieren und die Mehrarbeit im Haushalt verrichten. Im Zweifel scheint mir jedoch etwas Bescheidenheit wesentlich angenehmer. Und die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung eine wesentliche Qualifikation. Mindestens für den Zürcher Stadtat.

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